UNSERE GEMEINDE
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Gemeinde Ober-Mörlen mit Ortsteil Langenhain-Ziegenberg |
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Ober-Mörlen Frankfurt am Main ‑
diesen Namen kennt jeder. Fahren wir von hier auf der Autobahn A5/E4 rund 40 km
nach Norden, an Bad Homburg
Ober-Mörlen
mit dem Ortsteil Langenhain - Ziegenberg liegt in der westlichen
Wetterau und hat heute etwa 5950 Einwohner. Wenige Schritte weiter
überragt die
Über der Arbeit fürs tägliche Brot vergessen wir in Ober-Mörlen aber nicht die Feste und das Feiern. Zum Jahreslauf gehören hier vor allem Fastnacht, Dorffest und die Pfarrfeste, die sich im Dorf und ringsum kaum jemand entgehen lässt, der noch unbeschwerte und vergnügliche Stunden zu genießen versteht. In der Fastnachtszeit
verwandelt sich Ober-Mörlen zu "Mörlau", dem "Klein‑Mainz" im Usatal, und wird
zum Mittelpunkt echten, fastnachtlichen Brauchtums in der Wetterau. Langenhain‑Ziegenberg Dieser beliebte Ausflugs‑ und Erholungsort liegt im Naturpark Hochtaunus. Auf erholsamen Spaziergängen durch die herrlichen Wälder holen sich Gäste von nah und fern den gesunden Appetit für ein deftiges Mahl in einem der gemütlichen ländlichen Gasthöfe. Bereits 1273 werden die
Dörfer Langenhain und Ziegenberg urkundlich erwähnt; wahrscheinlich war das Gebiet
aber schon in der Bronzezeit besiedelt.
Rund 1000 Jahre später wurde das Gebiet von Ober-Mörlen aus wieder besiedelt und blieb bis ins 16. Jahrhundert mit dem Mutterort eng verbunden (Mörler Mark). Im Jahre 1273 werden die beiden Orte Langenhain‑Ziegenberg, im Jahre 1388 die Burg Ziegenberg erstmals urkundlich erwähnt. Noch zu Luthers Lebzeit wird die Gemeinde evangelisch. Die Teilung der Mörler Mark im 16. Jhdt. bringt Langenhain‑Ziegenberg zu Hessen, während Ober-Mörlen kurmainzisch wird. So wechselten zwischen 1273 und 1577 ständig die Besitzer des Mörler Grundes, zu dem beide Dörfer gehörten. 1557 erwarb Conrad von Diede vom Fürstenstein Ziegenberg. Ein Nachkomme, Eitel von Diede, erbaute 1757 das Barockschloß Ziegenberg auf einem Felshügel. 1897 kam es in den Besitz der wohlhabenden Frankfurter Familie Passavant-Gontard, die sich bis 1939 diesen idyllischen Sommersitz leistete. Im 2. Weltkrieg brannte das Schloß bis auf die Mauern aus. In den letzten Jahren
übernahm ein Privatmann den historisch getreuen Wiederaufbau des Schlosses. Der Ort hat sich in den letzten Jahren wesentlich gewandelt. Aus einer überwiegend bäuerlichen Siedlung ist eine Gemeinde geworden, deren Bürger zum größten Teil in den nahe ge-legenen Städten arbeiten und in der nur noch einige landwirt-schaftliche Voll‑ oder Nebener-werbsbetriebe zu finden sind.
Wilhelm Christoph von Diede (1732‑1807) stand mit Goethe in freundschaftlichen Beziehungen. Am Weimarer Hof hatten sie sich kennengelernt. v. Diede verfolgte mit viel Sachkenntnis und großem Einfühlungsvermögen seine Pläne, Natur und Kunst zu einer Einheit zu verschmelzen. Er ließ sich von Goethe beraten, wie sein Schloßpark in diesem Sinne zu gestalten sei. So wurden Baumgruppen, Alleen, steinerne Ruhebänke, Wasserspiele und Monumente nach künstlerischen Gesichtspunkten angelegt. Die Ideen Rousseaus fanden in solchen Parkanlagen einen sichtbaren Ausdruck. Aus dieser Zeit blieb uns
ein Denkmal erhalten, mit dem Christoph von Diede die innige Verbundenheit mit
seiner Gemahlin und seiner Schwester Sophie zum Ausdruck bringen wollte: Auf
einem dreiseitigen Sockel erhebt sich die Kugel der Fortuna, gefesselt durch die
Liebe der drei Menschen zueinander, versinnbildlicht durch drei Rosengirlanden.
Die von Goethe verfasste Inschrift lautet: |
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